Überblick über den sozialen Bereich

Tamara 2 Kreishaushalt: Jugendhilfeausschuss und Ausschuss für Familie, Senioren und Integration

Landkreis Kitzingen   Traditionell sind im Frühjahr im Landkreis die Haushaltsberatungen. Im Jugendhilfeausschuss sowie im Ausschuss für Familie, Senioren und Integration standen unter anderem die Jahresberichte des Jugendamts, des Allgemeinen Sozialen Dienstes sowie der Sozialhilfeverwaltung auf dem Programm. Manfred Hauwasser, Sachgebietsleiter Soziales und Senioren, gab einen Überblick über aktuelle Zahlen.

So sind die Gesamtausgaben der Sozialhilfe um rund 2,7 Prozent gestiegen. „Das Plus liegt an der Anpassung der Mietpreistabelle, die der Kreisausschuss 2013 beschlossen hat“, erklärte Hauwasser. Die Mehrausgaben werden aber durch gestiegene Einnahmen im Bereich Sozialhilfe aufgefangen, so dass die Nettobelastung unterm Strich um rund 2,5 Prozent gesunken ist.

Der Allgemeine Soziale Dienst (ASD) war im vergangenen Jahr bei 88 Fällen von Kindswohlgefährdung aktiv, 42 stellten sich als Vernachlässigung heraus. In elf Fällen fanden die Sozialpädagogen Anzeichen für körperliche Misshandlung, in zehn für psychische Misshandlung und in zwei Fällen Anzeichen für sexuelle Gewalt. Die anschließenden Hilfen waren vielfältig und reichten von Erziehungsberatung in sieben Fällen bis zu vorläufigen Schutzmaßnahmen für die Kinder in 18 Fällen. Neben dem Jahresbericht des ASD stellten sich auch drei neue Jugendsozialarbeiter an Schulen vor. Doris Friedrich ist künftig an der Mittelschule Kitzingen-Siedlung tätig, Katarina Klatte an der Mittelschule Volkach und Matthias Renninger an den Beruflichen Schulen Kitzingen-Ochsenfurt.

Jugendamtsleiterin Tanja Meeder gab einen Überblick über die Zahlen des Jugendamts, hier ist die Nettobelastung für den Kreishaushalt um rund acht Prozent gesunken. 79 Kinder waren Ende 2014 in Vollzeitpflege untergebracht, 19 Kinder im Heim oder einen anderen betreuten Wohnform. Neben vielen weiteren Zahlen erklärte Meeder auch die Leistungen nach dem so genannten Unterhaltsvorschussgesetz. Kinder alleinerziehender Elternteile, die vom anderen Elternteil keinen oder nicht genug Unterhalt bekommen, erhalten diese Leistung. 2014 wurden hier rund 608 000 Euro ausgezahlt, die Quote der Rückforderungen lag bei rund 46,7 Prozent und ist damit in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen (2011: 27 Prozent).

Wie die Kreisräte beschlossen, erhält der Caritasverband Kitzingen für die Sachkosten bei der Asylsozialberatung im Jahr 2015 einen Zuschuss von 3400 Euro. Der Verein Wildwasser Würzburg wird mit 7500 Euro unterstützt. Der Kreisjugendring erhält in den Haushaltsjahren 2015 bis 2019 einen jährlichen Zuschuss von 5000 Euro für zwei Projekte, die sich mit der Prävention sexueller Gewalt und der Medienerziehung befassen. Die Koordinierungsstelle für Bürgerschaftliches Engagement „WirKT“ der Arbeiterwohlfahrt wird mit 15 000 Euro unterstützt.

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