Landrätin setzt sich für mehr Förderung ein

Tamara 2 Schreiben an Minister Söder zur RmbH-Kulisse

Landkreis Kitzingen   Unterstützung für den ländlichen Raum hat Heimat- und Wirtschaftsminiminister Dr. Markus Söder in seiner Regierungserklärung „Bayern 2020“ zugesagt. Als ein Ergebnis wurden Orte als „Räume mit besonderem Handlungsbedarf“ (RmbH) eingestuft. Sie können künftig von einer höheren Förderung profitieren.

„Leider wurden im Landkreis Kitzingen nur die Große Kreisstadt Kitzingen, die Stadt Mainbernheim und die Gemeinde Sulzfeld am Main als Räume mit besonderem Handlungsbedarf benannt“, erklärt Landrätin Tamara Bischof. Sie hat sich deshalb in einem Schreiben an den Heimatminister gewandt. Darin fragt sie, „warum nicht noch weitere Städte und Gemeinden aufgenommen wurden, die vor vergleichbaren Herausforderungen wie die ausgewählten drei Orte stehen.“ Es gebe Gemeinden, die schon bei der Erfüllung ihrer Pflichtaufgaben sehr schnell an die Grenzen der Leistungsfähigkeit stoßen. Außerdem habe der gesamte Landkreis noch die Folgen der Konversion zu bewältigen. Aktuell zudem noch die Stadt Volkach die Reduzierung des Bundeswehrstandorts.

Die Landrätin schreibt: „Wenn man sich die Karte für Unterfranken ansieht, ist der überwiegende Teil des Regierungsbezirks in der Förderkulisse enthalten. Es ist den bertreffenden Gemeinden schwer zu vermitteln, dass ausgerechnet sie kein Raum mit besonderem Handlungsbedarf sein sollen.“ Nachdem das erklärte Ziel der Staatsregierung die Schaffung gleicher Lebensbedingungen in ganz Bayern sei, gelte dies sicher auch für die RmbH-Kulisse, unterstreicht Bischof ihre Bitte nach der Ausdehnung der Förderung.

Einen Eindruck davon, wie die höhere Förderung durch die RmbH-Kulisse aussehen kann, geben die Feuerwehr-Zuwendungsrichtlinien vom März 2015. Darin gibt es eine extra Spalte „RmbH“ mit den erhöhten Förderbeträgen, die rund 5 Prozent Förderung mehr bedeuten.

 

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