Kulturstiftung Rede 2019

Rede zum Haushaltsplan der Unterfränkischen Kulturstiftung für das Jahr 2019

tamara bischof

Im 20. Jahre der Gründung der unterfränkischen Kulturstiftung, die Stiftungssatzung trat am 01.01.1998 in Kraft, ist der Bezirk Unterfranken mit seiner Kulturstiftung ein sehr verlässlicher Partner der Kulturschaffenden in ganz Unterfranken, und hat in diesen 20 Jahren maßgeblich das Kulturgeschehen und die Kulturarbeit unterstützt, gefördert und in hohem Maße dazu beigetragen, dass wir in Unterfranken ein breites Spektrum von Kulturschaffenden in allen kulturellen Bereichen aufweisen können.

Dies ist ein großartiger Erfolg und wäre ohne diese Kulturstiftung in Unterfranken so nicht möglich gewesen.

Deshalb gilt es Danke zu sagen an diejenigen, die vor 20 Jahren diese weitsichtigen Entscheidungen getroffen haben.

Nach vielen guten und zinsertragreichen Jahren gibt es aber nahezu genau so viele Jahre, in denen sich eine Niedrigzinsphase eingestellt hat.

Doch trotz dieser anhaltenden Niedrigzinsphase, in denen viele Vermögensinhaber bereits sogenannte Strafzinsen zahlen müssen, gelingt es den Verantwortlichen der Bezirksverwaltung immer noch 3,53 % Zinsertrag bei 100 prozentiger Absicherung zu erreichen.

Dies ist angesichts dieser dauerhaften Niedrigzinsphase eine sehr gute Leistung und ermöglicht es auch, im Jahr 2019 bestehende und neue Kulturprojekte zu fördern.

Auch kann nach der Perspektive des Kämmerers, Herrn Polst, dieses Einnahmeniveau voraussichtlich bis einschließlich 2022 gehalten werden, da wir doch über einen hohen Rücklagenbestand von über 5 Mio. € verfügen.

Die Werterhaltungsrücklage wird sich Ende 2019 auf fast 5 Mio. € bewegen.

Die Anlagenpolitik der Stiftung wird damit durch die Verwaltung seit Jahren hervorragend gemanagt und wir bedanken uns hierfür.

Damit steht im Jahr 2019 fast die gleiche Ausgabensumme zur Verfügung wie im Jahr 2018, nämlich 9.319.500 €.

Zu bemerken ist, dass das Mainfrankentheater nun nicht mehr aus der Kulturstiftung gefördert wird, sondern entsprechend der Bezirkstagsbeschlüsse aus dem Kameralhaushalt, nämlich mit 5 Mio. €, verteilt auf fünf Jahre.

Größte Zweckausgaben:

Museum Schloss Aschach:

Das Museum Schloss Aschach hat auch in diesem Jahr den höchsten Anteil an den Zweckausgaben, nämlich knapp 1,6 Mio. €. Wir tragen erneut die Hoffnung, dass die Neukonzeptionierung, wenn sie denn abgeschlossen sein wird, zu einer Verbesserung der Besucherzahlen führt.

An zweiter Stelle steht die Denkmalpflege mit 1,23 Mio. € Zweckausgaben und damit einer Steigerung von 141.000 €.

Wie die Verwaltung berichtet, erfreut sich das Förderprogramm für die Denkmalpflege in Unterfranken weiterhin großer Beliebtheit. Sie stellt zum einen einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar, da pro € Fördermittel ein Vielfaches an investiven Mitteln seitens der Bauherrn aufgebracht wird und damit insgesamt das Kulturgut aus früheren Jahrhunderten bewahrt, gefördert und zum großen Teil ausgezeichnet saniert wird.

Auch die Bodendenkmalpflege wird mit 230.000 € aus unserer Sicht sehr ordentlich gefördert.

Ebenso werden die Anträge im Bereich Museen Sammlungen und Ausstellungen sowie der Musikpflege umfassend gefördert und eine Reihe von neuen Anträgen wurde auch bewilligt.

Die Heimat- und Kulturpflege wird mit fast 800.000 € intensiv unterstützt.

Schlussbetrachtung:

Der Kulturstiftungshaushalt ist im Jahr 2019 sehr solide und ausgeglichen aufgestellt. Nahezu alle Anträge der Kulturschaffenden in Unterfranken wurden bewilligt und viele neue Kulturprojekte werden unterstützt.

Wir Freie Wähler bedanken uns bei Herrn Präsidenten, Herrn Bezirksheimatpfleger Prof. Reder, Frau Voltz, sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bezirksverwaltung, die im Bereich der Kulturstiftung tätig sind. Sie sind jederzeit ansprechbar und beraten mit guten Tipps und Ratschlägen Antragsteller und unterstützen sie.

Herzlichen Dank an die gesamte Verwaltung für die Vorbereitung der Haushaltsunterlagen.

Wir, die Freien Wähler, stimmen dem Kulturstiftungshaushalt 2019 zu.


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